Change ist bunter Alltag

Change Management ist in sich schon paradox. Denn der Begriff bezeichnet etwas, das im privaten und im beruflichen Leben alltäglich ist: Veränderung und Entwicklung.

Ständig begeben wir uns von einem „Setting“ in das nächste, vom Aufwachen und dem Gang ins Badezimmer, bei der Arbeit, nach Feierabend, mit Familie und Freunden. Ständig reagieren wir auf das, was uns begegnet und verändern dabei ein stückweit uns selbst wie auch unsere Umwelt. Vielleicht gerade weil Veränderung so selbstverständlich ist, wird Change Management manchmal als Luxus im Projekt angesehen.

Blühende Blumen

CHANGE MANAGEMENT ALS LUXUS

Schließlich geht es insbesondere bei IT-Projekten zunächst um die konkrete Verbesserung von Abläufen oder Strukturen. Geplant werden diese meist mit Hilfe von großen Meilensteinen und messbaren Effekten. Das Dazwischen, das „Mitnehmen“ der KollegInnen, wird im Projektmanagement oftmals vorausgesetzt. Es soll „nebenbei“ erledigt werden.

Eine solche Haltung ignoriert, dass nicht alle Stakeholder im Projekt automatisch derselben Entwicklung folgen. Es kann unterschiedliche Ziele der einzelnen MitarbeiterInnen, Einheiten, Abteilungen oder Unternehmen geben. Hinzu kommen versteckte Agenden und ganze Dramen: Begehren, Zurückweisungen, Eifersucht, Ehrgeiz, Interessen, Rebellionen. Ein weiterer Aspekt sind Projektionen und Erwartungen an das Projekt oder die IT, die scheinbar irrational und deplatziert sind und daher unbehandelt bleiben.

FOKUSSIERUNG AUF WIDERSTÄNDE IST EIN KURZSCHLUSS

Laufen die Entwicklungen in eine solche Richtung, fällt der Blick weg von den Möglichkeiten eines Projektes und Widerstände manifestieren sich. Erst durch die Außerachtlassung unbewusster Zusammenhänge kommt es zu der Situation, dass dem Change Management manchmal nichts Anderes mehr übrig bleibt, als sich auf Widerstände zu konzentrieren. Das hängt damit zusammen, dass jede Entwicklung zugleich Möglichkeiten aber auch Begrenzungen beinhaltet. Beides ist psychologisch am Werk und drängt auf Entwicklung. Es obliegt dem Kontext und der Beteiligung, ob Stakeholder Entwicklungsmöglichkeiten wahrnehmen oder an Altbekanntem festhalten.

ENTWICKLUNG IM GEMEINSAMEN

Dabei kennen wir alle die befriedigende Erfahrung, wenn etwas Gemeinsames, etwas Kooperatives entsteht, das mehr ist als die Summe seiner Einzelteile. Diesen Wunsch, so das Postulat, tragen alle Stakeholder in sich, denn grundsätzlich möchten wir Menschen uns ständig verwirklichen und einbringen. Die Gemeinsamkeit bei all den Unterschieden in kleinen wie in komplexen Organisationen herzustellen, ist aber eine eigene Disziplin.

 

Dieser eigene Bereich kann nur auf handwerklich korrekter Projektarbeit aufsetzen. Change Management ist eine hinreichende Bedingung, um die gesteckten Ziele zu erreichen, aber keine Notwendigkeit. Zwingend notwendig ist ein sauber geführtes Projekt und Verbindlichkeit, ohne geht es nicht! Denn transformative Phasen sind von Unsicherheit gekennzeichnet. Umso wichtiger ist der haltgebende Rahmen als verlässliche Größe. Nur wenn die „hard facts“ gesichert sind, können die anderen Variablen bearbeitet werden. Diese machen aber den Unterschied, ob ein Projekt nur umgesetzt ist oder akzeptiert und gelebt wird.

Daher ist Change Management immer eine kooperative Aufgabe an den Schnittstellen der Organisation(en), die Projektmanagement, Umsetzung und Business synchronisieren bzw. involvieren.

CHANGE MANAGEMENT IM IT-PROJEKT

Das Beratungsangebot der Bayard Consulting beinhaltet Lösungen zu den beschriebenen Determinanten im Umfeld des Stammdatenmanagements. Zunächst unterstützen unsere IT-Experten Sie softwareunabhängig bei der fachlichen Aufbereitung ihres Vorhabens. Wir verstehen Stammdatenmanagement als Prozess, der Beteiligte aus unterschiedlichen Welten auf einer technologischen Basis zusammenbringt. Dementsprechend unterstützen wir Sie bei der Operationalisierung im Projektmanagement. Das Change Management wird als Schnittstellenfunktion zu Beginn des Projektes und fortlaufend installiert mit dem Ziel, Synergien zu schaffen. Die relevanten Zusammenhänge werden in Form konkreter Maßnahmen und Methoden bearbeitet, die dem Projekterfolg messbar dienen und sich an den konkreten Arbeitsthemen orientieren.

Fragen zum Thema beantwortet gerne Björn Bayard, bjoern.bayard@www.bayard-consulting.com.