Digitale Markenführung – und keiner denkt an eCommerce

Wenn man von digitaler Markenführung spricht, wird man Begriffe wie Kundenbeziehung, Social Media, Content Marketing oder Dialog hören. Es soll ein möglichst positives Bild der Marke in der digitalen Welt gezeichnet und die Markenbotschaft transportiert werden. Es ist immer noch nicht selbstverständlich, dass Marken sich dieser Aufgabe widmen. Aber es werden immer mehr.

Doch den vielleicht wichtigsten Touchpoint der digitalen Markenführung scheinen alle zu vergessen, nämlich eCommerce. Dabei entscheiden sich potentielle Kunden genau hier ein Produkt zu kaufen. Und letztlich geht es bei einer Marke immer darum.

Es werden große Anstrengungen unternommen, um eine Marke erfolgreich zu etablieren. Am Ende gibt es jedoch keine Kontrolle darüber, wie ein Produkt im digitalen Verkauf dargestellt wird. Und das sieht in vielen Fällen wirklich schlimm aus. Fehlende oder durch den Händler selbst erstellte und oft schlechte Produktbilder und Texte entsprechen so gar nicht dem teuer aufgebauten Image.

Merci Website

Das Beispiel von merci zeigt eine gelungene und dem Produkt würdige Darstellung.

 

Rewe Onlineshop

Die Darstellung bei REWE hingegen ist so sachlich, sie könnte auch einem Schraubenzieher oder einer Steckdosenleiste gerecht werden.

 

Lebensmittel.de Onlineshop

Noch schlimmer sieht es bei Lebensmittel.de aus. Über die Informationen in der Nachbarschaft wird man als Marke wohl keinen Einfluss nehmen können, aber darüber wie das eigene Produkt dargestellt wird hingegen schon.

Was können Marken tun?

Zuerst müssen Marken verstehen, dass es in ihrem ureigenem Interesse ist, hochwertige Produktinformationen zu produzieren und diese dann auch zu verteilen. Sie müssen die Kontrolle darüber gewinnen wie ihre Produkte im eCommerce präsentiert werden. Nur das bedeutet eine konsistente Markenführung und nebenbei auch mehr Absatz.

Konzeption der Produktinformationen.

Welche Daten brauchen Händler im eCommerce, welche Daten sind nice-to-have, welche Bildformate, freigestellt oder emotional? Videos? Welche Textlängen sind relevant und markenkonform und wie erstelle ich pro Händler SEO-optimierte Inhalte?

Die Konzeption ist entscheidend für die erfolgreiche Verteilung und Annahme durch die Händler.

Proaktive Verteilung.

Sind die Inhalte erstellt, müssen sie verteilt werden und zwar aktiv durch die Marken. Sind die Händler identifiziert, werden sie kontaktiert und über das Angebot informiert. Dabei kann die konkrete Verteilung automatisiert über Schnittstellen oder über Zugänge zum zentralen digitalen Product Information Management (PIM) System der Marke erfolgen.

Erfolgsmessung durch A/B Testing.

Um sicher zu gehen, dass die hochwertig produzierten Inhalte funktionieren, sollten A/B Tests in ausgewählten Webshops stattfinden. Nur durch solche Tests kann eindeutig nachgewiesen werden, welche Informationen relevant sind und welche nicht.

Wie können Marken starten?

Sie brauchen das richtige Team von Experten aus den Bereichen PIM (Product Information Management), eCommerce und Testing welche im Dialog mit den Fachabteilungen Vision und Strategie erarbeiten und im Anschluss die Umsetzung übernehmen können.

Sie wollen mehr über die Möglichkeiten in Ihrem speziellen Anwendungsfall erfahren? Kontaktieren Sie mich gerne.