Kommunikation und Verkaufsförderung 2.0 – stationärer Handel schaut zu

Der stationäre Handel vernachlässigt seine Möglichkeiten zur Online-Kommunikation und -Verkaufsförderung. Viele Online-Händler nutzen diesen Raum zur Entfaltung. Oft sind es kleine Details, die eine große Wirkung erzielen können.

Die Entwicklung des Online-Handels mit Lebensmitteln zeichnet ein interessantes Bild. Junge Online-Händler, auch Internet-Pure-Player (IPP) genannt und oft mit sehr ausgewählten Sortimenten, haben ihre Nische und etablieren sich. In deren Online-Kommunikation und Online-Verkaufsförderung lassen sich klar Stärken erkennen. Ihre Logistik bauen sie sukzessive aus. Der stationäre Handel versucht Sortimentslücken zu schließen. Er intensiviert seine Anstrengungen im Online-Handel und in der Integration seiner Kanäle.

Jacobs

Stationärer Handel behält im LEH die Preisführerschaft

Unsere Beobachtungen zeigen, dass der stationäre Lebensmittelhandel in puncto Preisführerschaft überlegen bleibt. Nun wird er jedoch herausgefordert, sein auf Effizienz getrimmtes Geschäftsmodell in die Online-Welt zu übertragen und zwangsläufig mehr Services anzubieten. Dafür müssen einige seit Jahrzehnten an den Endverbraucher übertragene Prozesse nun wieder selbst erledigt werden, wie beispielsweise das physische Zusammenstellen der Artikel während des Einkaufs. Mit Einführung des Selbstbedienungs-Supermarkts in den 60-iger Jahren hat dies nicht mehr der Kaufmann hinter der Theke erledigt, sondern der Kunde mit Hilfe eines selbst zu schiebenden Einkaufswagens. Der Effizienzgewinn, der damals auch in die Preise investiert wurde, lässt sich heute nur schwerlich dem Verbraucher im Online-Handel wieder abringen. Es kommen sogar neue Services, wie die Auslieferung an die Haustür, hinzu. Der etablierte Handel wird hier Mittel und Wege finden.

Online-Möglichkeiten zur Kommunikation und Verkaufsförderung besser nutzen

Allerdings sehen wir, dass der stationäre LEH über diese Bestrebungen seine Online-Kommunikation und -Verkaufsförderung vernachlässigt. Zum Beispiel bewirbt ein Online-Händler über Google den Eckartikel JACOBS Krönung 500g mit einem Preis von 6,59 €. Zeitgleich ist dieser Artikel bei einem großen Händler in Aktion, zu einem Preis von 4,29 €. Dass dieser Händler deutlich günstiger ist, erfährt der Verbraucher über seine Google-Recherche nicht.

In dem hier gezeigten Beispiel könnte der Händler seine Aktionsartikel mit Hilfe des Shared Markup Vocabularies (http://schema.org) für Suchmaschinen interpretierbar anbieten. Er könnte hierüber gezielt den Preis, die Verfügbarkeit und Verbrauchermeinungen ausweisen. Die Algorithmen gängiger Suchmaschinen honorieren und nutzen diese Informationen zur Aufbereitung von Suchergebnissen.

Online den Verbraucher geschickt und zum richtigen Zeitpunkt ansprechen

Der Händler gewinnt eine digitale Variante des beliebten Handzettels, ohne dafür eine Google Anzeige zu schalten. Der Endverbraucher wird bereits während seiner Recherche und vor dem Besuch des Online-Shops gezielter angesprochen. Ein Kunde wird den Kaffee kaum für 6,59 € kaufen, wenn er online oder fußläufig beim nächsten Einkauf nur 4,29 € dafür bezahlen muss. Zusätzlich kann der Händler seine Online-Leistung auch in die Lieferantengespräche einbeziehen.

Verlässliche Stammdaten sind die Grundlage

Es gibt viele  Möglichkeiten, online präsenter zu sein und sein Geschäft auszubauen. Die Grundlage für uns sind verlässliche Stammdaten. Wir helfen Ihnen gerne dabei, Stammdaten richtig aufzubauen und gewinnbringend zu nutzen.