Die Lebensmittelinformations-Verordnung in der Kurzübersicht

Als Antwort auf verschiedene Lebensmittelskandale der jüngeren Vergangenheit hat die EU die Verordnung 1169/2011, besser bekannt als Lebensmittelinformations-Verordnung oder kurz LMIV, verabschiedet.

Paragraph2

Die Verordnung formuliert

  • allgemeine Ziele, wie in Kapitel II, Artikel 3: „Die Bereitstellung von Informationen über Lebensmittel dient einem umfassenden Schutz der Gesundheit und Interessen der Verbraucher, indem Endverbrauchern eine Grundlage für eine fundierte Wahl und die sichere Verwendung von Lebensmitteln unter besonderer Berücksichtigung von gesundheitlichen, wirtschaftlichen, umweltbezogenen, sozialen und ethischen Gesichtspunkten geboten wird.“.
  • grundlegenden Anforderungen, wie in Kapitel III, Artikel 7: „(1) Informationen über Lebensmittel dürfen nicht irreführend sein, … (2) Informationen über Lebensmittel müssen zutreffend, klar und für die Verbraucher leicht verständlich sein. …“.
  • und die Verantwortlichkeiten über die bereitgestellten Informationen.

Darüberhinaus enthält die Verordnung in den Artikeln des Kapitels IV, aber auch eine Reihe konkreter, detaillierter Anforderungen an Pflichtinformationen, deren Darstellung und Platzierung auf den Lebensmitteln, sprachlichen Anforderungen, Vorgaben für Bezeichnungen und Auflistung zu Bestandteilen, Zutaten oder Stoffen, die Unverträglichkeiten oder Allergien auslösen können, etc.

Die Liste der vorgegebenen Pflichtinformationen:

  1. die Bezeichnung des Lebensmittels,
  2. das Verzeichnis der Zutaten,
  3. Zutaten und Hilfsstoffe gemäß Anhang II, die Allergien und Unverträglichkeiten auslösen können,
  4. die Menge bestimmter Zutaten oder Klassen von Zutaten,
  5. die Nettofüllmenge des Lebensmittels,
  6. das Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum,
  7. ggf. besondere Anweisungen für Aufbewahrung und/oder Verwendung,
  8. der Name des Lebensmittelunternehmers,
  9. das Ursprungsland oder der Herkunftsort,
  10. eine Gebrauchsanleitung (falls erforderlich),
  11. die Angabe des Alkoholgehalts für Getränke mit mehr als 1,2 Vol.-% Alkohol sowie
  12. eine Nährwertdeklaration (erst ab 13. Dezember 2016 verpflichtend).

Diese Verordnung betrifft Industrie und Handel, sowohl die stationären Geschäfte als auch die Onlineshops. Sie tritt Dezember 2014 in Kraft. Damit sind es sind nur noch 16 Monate, um sich mit den Anforderungen und der nötigen Umsetzung zu beschäftigen.

Wie das GDSN bei der Erfüllung der Anforderungen der neuen EU Verordnung hilfreich sein kann, betrachtet einer der nächsten Blog-Artikel.

Quelle: VERORDNUNG (EU) Nr. 1169/2011 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 25. Oktober 2011

 

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