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BMEcat
BMS
CSV
eCl@ss
GDSN
GLN
GPC
GS1 Global Registry
GS1 Standards
GTIN
GUDID
LMIV 1169/2011
MDM
MjR 3
PIM
UDI
XML


BMEcat

BMEcat ist ein standardisiertes Austauschformat für Katalogdaten im Katalogmanagement. Das BMEcat-Format basiert auf der XML-Technologie und erlaubt den standardisierten Austausch von Katalogdaten sowie von Produktklassifikationssystemen wie z. B. eCl@ss, ETIM, proficl@ss oder UNSPSC.


BMS

Die GS1 definiert mit den – Business Message Standards – das globale GDSN Datenmodell sowie die benötigten XML-Nachrichtentypen zum Artikelstammdatenaustausch mit den GDSN-Stammdatenpools. Diese Definitionen sind versioniert, aktuell ist die BMS Version 2.8.


CSV

CSV – Comma-separated values – ist ein Dateiformat und beschreibt den Aufbau einer Textdatei zur Speicherung oder zum Austausch einfach strukturierter Daten.


eCl@ss

eCl@ss ist ein branchenübergreifender Produktdatenstandard für die Klassifizierung und Beschreibung von Produkten und Dienstleistungen mit dem Ziel der Vereinfachung des elektronischen Handels klassifizierter Produkte. Insbesondere die Nutzung von eCl@ss als standardisierte Grundlage für eine Warengruppenstruktur in ERP-Systemen ist weit verbreitet.

Besuchen Sie unsere eCl@ss Webseite und informieren Sie sich ausführlich über den Standard, sein Mehrwert, die Herausforderungen bei der Einführung und unsere Angebote für Sie.


GDSN

Das GDSN – Global Data Synchronization Network – ist ein internetbasiertes, globales Netzwerk von Datenpools, welches Händlern und Lieferanten weltweit ermöglicht, Produktinformationen sicher, standardisiert und in Echtzeit miteinander auszutauschen. Handelsunternehmen haben damit immer die aktuellsten Produktinformationen der Lieferanten in ihren Systemen und jede durch ihre Lieferanten vorgenommene Änderung wird automatisch und in Echtzeit aktualisiert.

Da das GDSN für die Anbindung der Systeme von Lieferanten und Händlern Standard-Schnittstellen anbietet, ist die Nutzung grundsätzlich einfach. Allerdings ist dafür – ähnlich wie auch für EDI – eine spezielle Infrastruktur notwendig, die das Standard GDSN-Protokoll, bzw. das des ausgewählten Datenpools, „spricht“. Dies gilt sowohl für Lieferanten, als auch für Händler.

In unserer Dokumentation „Was ist das GDSN?“ erfahren Sie noch mehr über das GDSN.

Wenn Sie Ihre Produktinformationen nach dem GDSN Standard in einem PIM-System managen möchten und noch auf der Suche nach dem optimalen System sind, dann hilft Ihnen pim-ausschreibung.de weiter.

Informieren Sie sich auf unserer Major Release 3 Webseite über unseren Service zur Umsetzung des GDSN MjR3.


GLN

Die – Global Location Number – ist eine globale Identifikationsnummer für Industrie, Handel und Dienstleistungssektor, die anstatt der bislang üblicherweise bilateral abgestimmten Kunden- und Lieferantennummern verwendet werden kann.
Diese 13-stellige Identifikationsnummer identifiziert ihren jeweiligen Inhaber. Es werden zwei Typen von GLNs unterschieden: GLNs vom Typ 1 dienen lediglich der Unternehmensidentifikation. GLNs vom Typ 2 dienen neben der Identifikation zusätzlich als Basisnummern für weitere Nummernstrukturen des Unternehmens. Die vorderen Stellen der GLN werden dabei als Basisnummer bezeichnet und sind Ausgangspunkt für die Nutzung weiterer Identifikationssysteme, wie z.B. der GTIN für Artikel und Verpackungseinheiten.


GPC

Die – Global Product Classification – ist eine globale Klassifikation, mit welcher Artikel international verständlich und detailliert eingeordnet werden können. Diese Klassifikation ist hierarchisch aufgebaut und gliedert sich in vier Ebenen:

  • Segment: Ein Industriezweig, z.B. 50000000 – „Lebensmittel/Getränke/Tabakwaren“
  • Family: Ein Bereich des Industriezweiges, z.B. 50180000 – „Brot/Backwaren“
  • Class: Eine Gruppe ähnlicher Kategorien oder Bausteine, z.B. 50181900 – „Brot“
  • Brick: Eine einzelne Kategorie oder Baustein, z.B. 10000164 – „Brot (leicht verderblich)“

Ein Artikel wird immer exakt einem Brick zugeordnet. Eine Besonderheit in der Nummerierung ist, dass die eindeutige Nummer der Bricks nicht dem Nummernschema von Segment/Family/Class folgt.


GS1 Standards

Für die Identifikation und Verwaltung der Produktinformationen nutzt das GDSN die folgenden Standards des GS1 Systems als Bausteine:

  • Die GLN (Globale Lokationsnummer) für die Identifikation des Geschäftspartners
  • Die GTIN (Globale Artikel Identifikationsnummer) für die Artikelidentifikation
  • Die GPC (Global Product Classification) stellt sicher, dass die Artikelstammdaten alle in einem identischen Schema klassifiziert sind
  • Die BMS (Business Message Standards) definieren einheitliche Nachrichtenformate zum Datenaustausch

Auf pim-ausschreibung.de finden Sie PIM-Systeme, die die GS1 Standards unterstützen.

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GS1 Global Registry

Die Global Registry wird betrieben von der GS1 und ermöglicht es, Artikel weltweit in allen Datenpools zu lokalisieren, sozusagen die Gelben Seiten des GDSN.


GTIN

Die – Global Trade Item Number – ist eine globale Identifikationsnummer für Artikel und Verpackungseinheiten. Dabei erhält jede Artikelvariante (z. B. Farben, Größen, etc.) aber auch jede mögliche Verpackungseinheit (z.B. Sammelpackung, Versandkarton, Palette, etc.) eine eigenständige GTIN.
Die GTIN ist als 14-stellige Identifikationsnummer für die globale Datensynchronisation innerhalb des GDSN definiert. Es gibt darüber hinaus aber weitere Versionen, wie z.B. 13- oder 8-stellig.
Beispiel: Auf Basis der oben angegebenen Basisnummer 4023332 ist die „kleinste“ GTIN-14 die 04023332000018.
Während GLNs über die GS1 Organisation vergeben werden, können GTINs selbst erstellt werden. Bei der Vergabe von GTINs muss allerdings eine Vorgabe der GS1 beachtet werden: „Eine eigene eindeutige GTIN muss vergeben werden, wenn sich die in den Stammdaten beschriebenen Artikeleigenschaften unterscheiden und diese aus warenwirtschaftlicher Sicht relevant sind.“


GUDID

Die GUDID – Global Unique Device Identification Database – ist eine zentrale Datenbank in welcher UDI´s und dazugehörige Informationen der U.S. FDA gespeichert und dort öffentlich recherchierbar sind. Die Artikelstammdaten können über ein Web-Frontend oder eine XML-Dateischnittstelle in die Datenbank eingestellt werden.
Alle Medizinprodukte, welche unter die Definition von Medizinprodukten der IMDRF (International Medical Device Regulators Forum) fallen, gehören zum Geltungsbereich von UDI.
In Europa wurde die UDI Pflicht in der neuen Medizinprodukterichtlinie (Medical Device Directive, MDD) verankert und im Jahr 2013 wirksam. Das Inkrafttreten von UDI auf nationaler Ebene ist abhängig von der Risikoklasse der Medizinprodukte, hierbei werden Medizinprodukte in unterschiedliche Risikoklassen aufgeteilt:

  • Medizinprodukte hohe Risikoklasse: 1 Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes (2014)
  • Medizinprodukte mittlere Risikoklasse: 3 Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes (2016)
  • Medizinprodukte geringe Risikoklasse: 5 Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes (2018)

Artikelstammdaten in der GUDID dürfen nur noch sehr restriktiv oder gar nicht mehr verändert werden.


LMIV 1169/2011

Als Antwort auf verschiedene Lebensmittelskandale der Vergangenheit hat die EU die – Lebensmittelinformationsverordnung 1169/2011 – verabschiedet.

Die Verordnung formuliert

  • allgemeine Ziele, wie in Kapitel II, Artikel 3: “Die Bereitstellung von Informationen über Lebensmittel dient einem umfassenden Schutz der Gesundheit und Interessen der Verbraucher, indem Endverbrauchern eine Grundlage für eine fundierte Wahl und die sichere Verwendung von Lebensmitteln unter besonderer Berücksichtigung von gesundheitlichen, wirtschaftlichen, umweltbezogenen, sozialen und ethischen Gesichtspunkten geboten wird.”.
  • grundlegende Anforderungen, wie in Kapitel III, Artikel 7: “(1) Informationen über Lebensmittel dürfen nicht irreführend sein, … (2) Informationen über Lebensmittel müssen zutreffend, klar und für die Verbraucher leicht verständlich sein. …”.
    und die Verantwortlichkeiten über die bereitgestellten Informationen.
  • Darüberhinaus enthält die Verordnung in den Artikeln des Kapitels IV aber auch eine Reihe konkreter, detaillierter Anforderungen an Pflichtinformationen, deren Darstellung und Platzierung auf den Lebensmitteln, sprachlichen Anforderungen, Vorgaben für Bezeichnungen und Auflistung zu Bestandteilen, Zutaten oder Stoffen, die Unverträglichkeiten oder Allergien auslösen können, etc.

Die Liste der vorgegebenen Pflichtinformationen umfasst: 

  • die Bezeichnung des Lebensmittels,
  • das Verzeichnis der Zutaten,
  • Zutaten und Hilfsstoffe gemäß Anhang II, die Allergien und Unverträglichkeiten auslösen können,
  • die Menge bestimmter Zutaten oder Klassen von Zutaten,
  • die Nettofüllmenge des Lebensmittels,
  • das Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum,
    ggf. besondere Anweisungen für Aufbewahrung und/oder Verwendung,
  • den Namen des Lebensmittelunternehmers,
  • das Ursprungsland oder den Herkunftsort,
  • eine Gebrauchsanleitung (falls erforderlich),
  • die Angabe des Alkoholgehalts für Getränke mit mehr als 1,2 Vol.-% Alkohol sowie
  • eine Nährwertdeklaration (erst ab 13. Dezember 2016 verpflichtend).

Die LMIV betrifft Industrie und Handel, sowohl die stationären Geschäfte als auch die Onlineshops und ist am 13. Dezember 2014 in Kraft getreten.


MDM

Das – Master Data Management – ist eine integrative Disziplin, in der Mitarbeiter aus Business und IT zusammenarbeiten, um die Einheitlichkeit, Korrektheit, Verantwortlichkeit und semantische Konsistenz für die offiziellen und gemeinsam genutzten Stammdaten (Master Data) sicher zu stellen.

Das MDM ist somit das Management zur Sicherstellung der Qualität der Stammdaten und verfolgt den Zweck, die Eignung der Stammdaten bei Verwendung in allen wertschöpfenden Prozessen des Unternehmens sicherzustellen. Das MDM beinhaltet alle hierzu notwendigen operativen und steuernden Prozesse, die eine qualitätsgesicherte Definition herbeiführen sowie die Pflege und Verwaltung der Stammdaten sicherstellen. Ebenso stellt das MDM die IT-Komponenten zur Abbildung dieser Prozesse.

Das Resultat ist eine neue Perspektive, von der aus Sie Ihre sämtlichen Geschäftsprozesse betrachten – nämlich aus dem Blickwinkel eines Datenflusses und der Datennutzung quer durch alle Geschäftsbereiche und Abteilungen.


MjR 3

MjR 3 – Major Release 3 – ist der erste nicht abwärtskompatible Release Wechsel im GDSN seit 10 Jahren (siehe auch BMS). Die letzten Minor Releases waren immer abwärtskompatibel und daher immer nur für bestimmte Kunden bzw. für bestimmte Warengruppen relevant.

Im Major Release 3 ändern sich nun aber grundlegende Dinge, wodurch eine Anpassung an den neuen Standard für alle GDSN Nutzer zu einer Pflichtaufgabe wird.

Diverse technische Erweiterungen ermöglichen eine optimale Abbildung einzelner Attribute (Compliance), machen aber auch strukturelle Änderungen notwendig. Das MjR3 bringt ca. 300 neue Attribute und ca. 630 neue Codes mit sich. Dafür sind auf der anderen Seite einige Attribute und auch viele Codes gelöscht worden.

Unter dem Strich macht das MjR3 das GDSN leistungsfähiger und bietet viele neue Funktionalitäten und Verbesserungen. Dies verursacht aber auf Nutzerseite intensive Anpassungen und Aufwände, egal ob ein Nutzer Artikel über die Weboberfläche des Datenpools erfasst oder eine M2M Anbindung implementiert hat und nun seine XML Schnittstelle überarbeiten muss.

Wer bis zum Stichtag am 06. Mai 2016 nicht „MjR3-fähig“ ist, wird keine Daten mehr ins GDSN einstellen bzw. von dort empfangen können.

Sie wollen schnell und einfach MjR3 Ready sein? Lesen Sie auf unserer MjR3 Webseite, wie die Lösung unserer Experten aussieht.

Auf pim-ausschreibung.de finden Sie PIM-Systeme, die bereits ein MjR3 Datenmodell implementiert haben.


PIM

Unter PIM – Product Information Management – versteht man die Gesamtheit der Methoden und Verfahrensweisen, die den effizienten und wertschöpfenden Umgang mit produktbezogenen Informationen in einem Unternehmen zum Ziel haben. Zu den Kernaufgaben des Product Information Management zählen die Beschaffung, Pflege, Prüfung und Bereitstellung von Produktinformationen, so dass diese korrekt, vollständig, eindeutig, konsistent, nachvollziehbar und medienneutral verfügbar sind. Meistens, allerdings nicht immer, wird ein zentrales Softwaresystem zur Bewältigung dieser Aufgaben eingesetzt.

Suchen Sie noch ein PIM-System für Ihre Organisation? Schauen Sie sich pim-ausschreibung.de an. Dies ist ein kostenloser Service der die Ausschreibung von PIM-Systemen einfach macht.

Lesen Sie unsere Retailstudie 2016/2017 zum Thema „Umsatzsteigerung mit Produktinformationen“. Hier berichten wir Ihnen über den Nutzungsgrad von Produktinformationen entlang der Kundenreise im deutschsprachigen Handel.


UDI

UDI – Unique Device Identification – ist ein weltweit einheitliches System zur Identifikation von Medizinprodukten und soll maschinenlesbar und in Klarschrift auf dem Produkt aufgebracht werden. UDI umfasst darüber hinaus den Aufbau und das Betreiben einer zentralen Datenbank (GUDID) der U.S. FDA (U.S. Food and Drug Administration), in welcher die Produktinformationen gespeichert und öffentlich recherchierbar sind.

Informieren Sie sich auf unserer UDI Webseite, wie wir Ihnen bei der Einführung und Umsetzung von UDI helfen können.

Wenn Sie Ihre Produktinformationen UDI kompatibel in einem PIM-System managen möchten und noch auf der Suche nach der für Sie optimalen Software sind, dann schauen Sie sich pim-ausschreibung.de an. Hier finden Sie garantiert ein PIM-System, welches Ihren Ansprüchen gerecht wird.


XML

Die – Extensible Markup Language – ist eine Auszeichnungssprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten in Form von Textdateien. XML wird u. a. für den plattform- und implementationsunabhängigen Austausch von Daten zwischen Systemen eingesetzt.